“Die Psyche im Lockdown: Warum Menschen Angst haben durchzudrehen”

“Die Psyche im Lockdown: Warum Menschen Angst haben durchzudrehen”

Inmitten der anhaltenden Pandemie ist der Lockdown für viele Menschen zu einer großen Herausforderung geworden. Die Psyche leidet unter der ständigen Unsicherheit und den negativen Auswirkungen auf das soziale Leben. Wir haben mit einem renommierten Psychologen gesprochen, der uns Einblicke in die aktuellen psychischen Belastungen während des Lockdowns gibt.

Wie unterscheidet sich der gegenwärtige Lockdown vom ersten letzten Frühjahr?

Laut dem Psychologen ist bei denjenigen, die sich noch nicht so gut angepasst haben, eine größere Erschöpfung zu spüren. Der erste Lockdown war von der Hoffnung geprägt, das Virus durch vereinte Anstrengungen besiegen zu können. Das schöne Wetter trug zu einer positiven Stimmung bei und die Erfolge im Kampf gegen das Virus waren schnell erkennbar. Doch jetzt verläuft alles langsamer und die positiven Nachrichten über den Impfstoff werden sofort von Virusmutationen überschattet.

Wie sieht es mit den Ängsten vor den Virusmutationen aus?

Laut dem Psychologen handelt es sich dabei sicherlich um eine Bedrohungssituation. Allerdings scheinen die Krankheitsverläufe nicht gravierender zu sein. Die größere Sorge besteht darin, dass man sich schneller anstecken kann. Im Vergleich zum ersten Lockdown hat die Angst vor dem Virus insgesamt abgenommen.

Die Entstehung des “Schattenalltags”

Während des ersten Lockdowns war die Situation unklar und die Menschen wussten nicht, was auf sie zukam. Sie fürchteten, dass es zu einer Katastrophe biblischen Ausmaßes kommen könnte. Viele Menschen haben sich damals häufiger desinfiziert und darauf geachtet, ihren Mitmenschen nicht zu nahe zu kommen. Mittlerweile haben viele Menschen ihre eigene Corona-Routine entwickelt. Sie halten sich zwar an die Regeln, haben aber ihre kleinen Grauzonen und Schlupflöcher gefunden.

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Die größten Ängste der Menschen

Einige Menschen haben das Gefühl, dass es keine Perspektive gibt, dass der Lockdown ewig anhält und dass sie nicht mehr darauskommen. Sie haben Angst davor, Lebensqualität zu verlieren und das soziale Leben buchstäblich zu verlernen. Allerdings ist die größte Angst die Gefährdung der beruflichen Existenz.

Um dem drohenden Wahnsinn des Lockdowns zu entkommen, ist es wichtig, sich sinnvoll zu beschäftigen. Fahrradfahren, Joggen, Gartenarbeit, Backen, Einkaufen, Basteln oder Puzzeln sind beliebte Überlebensstrategien. Jedoch sollte man dabei auch bedenken, dass selbst der tägliche Gang zum Supermarkt Infektionsrisiken mit sich bringen kann.

Die Psyche im Lockdown leidet unter den andauernden Unsicherheiten und Belastungen. Es ist wichtig, die eigene mentale Gesundheit sorgsam zu pflegen und sich gegenseitig zu unterstützen. Wenn wir uns bewusst machen, dass wir nicht allein sind und dass es anderen genauso geht, können wir gestärkt durch diese schwierige Zeit gehen.