Otoskopie bei Katzen: Alles, was du wissen musst!

Otoskopie bei Katzen: Alles, was du wissen musst!

Ohrenprobleme können bei unseren pelzigen Freunden zu großen Unbehagen führen. Deshalb ist es wichtig, die Ohren unserer Katzen regelmäßig zu untersuchen. Eine effektive Methode zur Untersuchung der Ohren ist die Otoskopie. In diesem Artikel erfährst du, wie diese Untersuchung durchgeführt wird und welche Krankheiten dabei diagnostiziert werden können.

Wie wird die Otoskopie bei Katzen durchgeführt?

Bei der Otoskopie verwendet der Tierarzt ein spezielles Instrument, das als Otoskop oder Ohrenspiegel bekannt ist. Mit diesem Werkzeug kann der Tierarzt den äußeren Gehörgang der Katze bis zum Trommelfell untersuchen. Das Otoskop verfügt über eine Lampe und eine Vergrößerungsoptik, um das Ohr besser sichtbar zu machen.

Zunächst wird der Kopf der Katze sicher fixiert. Dann wird die Ohrmuschel vorsichtig nach oben und außen gezogen, da der Gehörgang unserer Haustiere L-förmig ist. Der Trichter des Otoskops wird vorsichtig in den Gehörgang eingeführt und weiter vorangeschoben.

Der Tierarzt untersucht das Ohr auf Verletzungen, Rötungen, Entzündungen und andere Veränderungen. Bei Verdacht auf eine Infektion wird oft eine Tupferprobe entnommen. Diese Probe wird entweder vor Ort untersucht oder in ein externes Labor geschickt. Der Tierarzt kann auch eine Empfindlichkeitsprüfung durchführen, um festzustellen, welche Medikamente gegen die Infektion wirksam sind.

Video-Otoskopie: Eine bessere Sicht in die Ohren unserer Tiere

Die Video-Otoskopie ist eine moderne Methode zur Untersuchung der Ohren von Tieren. Dabei wird eine kleine Kamera mit Lichtquelle in den Gehörgang eingeführt. Das aufgenommene Bild wird auf einen Bildschirm übertragen, sodass du als Tierhalter sehen kannst, was der Tierarzt sieht. Diese Methode bietet eine bessere Bildqualität als das herkömmliche Otoskop und ermöglicht es dem Tierarzt, sicherer zu arbeiten.

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Die Video-Otoskopie hat auch den Vorteil, dass kleine Instrumente wie Zangen und Bürsten durch Arbeitskanäle in das Ohr eingebracht werden können. Auf diese Weise können Proben entnommen und auch eine Ohrspülung durchgeführt werden. Die Video-Otoskopie vereint also Diagnostik und Therapie in einem Verfahren.

Ohrspülung bei Katzen: Entzündungen behandeln und Medikamente gezielt einsetzen

Eine Ohrspülung kann hilfreich sein, um Entzündungssekrete oder Ohrschmalzpfröpfe aus dem Ohr zu entfernen und Medikamente direkt an den Wirkort zu bringen. Die Ohrspülung wird immer unter Vollnarkose durchgeführt, daher muss die Katze vor dem Eingriff nüchtern sein. Da das Ohr sehr empfindlich ist, wird auch mit Schmerzmitteln gearbeitet, um das Tier so wenig wie möglich zu belasten.

Die Ohrspülung wird oft bei chronischen Ohrenentzündungen oder bei Tumoren eingesetzt. Nach der Ohrspülung erhältst du einen Therapieplan mit den benötigten Medikamenten und einen Kontrolltermin. Bei hartnäckigen Ohrenerkrankungen ist es wichtig, den Behandlungsplan genau einzuhalten.

Wann sollte eine Otoskopie bei Katzen durchgeführt werden?

Die Otoskopie ist eine wichtige Untersuchung, die bei jeder allgemeinen Untersuchung durchgeführt werden sollte. Sie ist besonders wichtig, wenn dein Tier Anzeichen von Ohrenschmerzen oder Juckreiz zeigt. Zu den Symptomen gehören häufiges Kopfschütteln, Kratzen am Kopf oder an den Ohren, Rötungen, untypischer Geruch oder vermehrte Ohrenschmalzbildung.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass anhaltende oder unbehandelte Ohrenerkrankungen zu Gleichgewichtsstörungen oder Augenzittern führen können. Bei Verdacht auf Ohrenprobleme sollte daher unbedingt eine Otoskopie durchgeführt werden.

Welche Erkrankungen können bei der Otoskopie diagnostiziert werden?

Die Otoskopie kann verschiedene Ohrenerkrankungen bei Hunden und Katzen diagnostizieren. Dazu gehören:

  • Otitis externa und media (Entzündungen des äußeren Gehörgangs und des Mittelohrs) durch Bakterien, Pilze, Parasiten oder Allergien.
  • Fremdkörper im Ohr, die zu Entzündungen führen können.
  • Polypen, die besonders bei Katzen häufig auftreten.
  • Tumore.
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Je nach diagnostizierter Krankheit können weitere Untersuchungen oder Behandlungen notwendig sein. Bei starken Schmerzen, Allergien oder Parasitenbefall wird oft das gesamte Tier behandelt, um eine vollständige Genesung zu gewährleisten.

Die Otoskopie ist ein wichtiges und häufiges Verfahren zur Diagnose von Ohrenproblemen bei Haustieren. Wenn du weitere Informationen zu Ohrenerkrankungen bei Katzen oder Hunden wünschst, findest du hier alles, was du wissen musst!

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